Studie: Die besten Sex-Jahrzehnte

In welchem Jahrzehnt hatten die Menschen den meisten Sex? Eine Forschergruppe ging dieser Frage nach. Unter der Leitung von Prof. Dr. Holger Rugenbauer, Inhaber des Lehrstuhls für temporal tangierte Kopulationsforschung, wurden die letzten 100 Jahre Menschheitsgeschichte ausgewertet. Jetzt liegen die ersten Ergebnisse vor. „Wir stehen noch am Anfang,“ so Rugenbauer, „aber wir haben bereits einige Zeitpunkte mit überdurchschnittlich hoher sexuelle Aktivität identifiziert.“

Stalins sexuelle Revolution

Rugenbauer und sein Team haben dazu Länder mit vergleichbarer Bevölkerungsentwicklung miteinander verglichen. Erstes Beispiel sind die USA und die Sowjetunion. Beide hatten von 1920 bis 1990 eine vergleichbare Bevölkerungsentwicklung, wobei insbesondere der Zeitraum zwischen 1920 und 1945 interessant ist.

1939 stieg die Bevölkerung plötzlich um 10-20 Millionen durch die Annexion der baltischen Staaten, Moldawiens und Teilen Polens. „Wenn man diese Bevölkerungsteile abzieht, erhält man eine Kurve, die nahezu parallel zu der der USA verläuft.“ erläutert Rugenbauer.

„Das scheint an sich nichts besonderes zu sein, aber man muss auch bedenken, dass die Sowjetunion in diesem Zeitraum einen riesigen Verlust an Menschenleben hatte:

  1. Der Bürgerkrieg, der auf die Revolution folgte: 10 Millionen Tote
  2. Große Hungersnot: 7 Millionen Tote
  3. Zweiter Weltkrieg: 20 Millionen Tote
  4. Stalinistische Säuberungen 40 Millionen Tote

Das heißt von den 130 Millionen Sowjetbürgern, die 1920 lebten, waren 1950 nur noch 50 Millionen übrig und die haben sich aber bis 1950 wieder fast vervierfacht. Mit anderen Worten: Die müssen geheckt haben wie die Karnickel!“ erklärt Rugenbauer begeistert.

In den USA hingegen habe es solche Verluste an Menschenleben nicht gegeben. Im Gegenteil – dort ist das Bevölkerungswachstum im erheblichen Maße auch auf Einwanderung zurückzuführen. Demzufolge müsste die sexuelle Aktivität in Russland in diesem Zeitraum deutlich höher gewesen sein als in den USA. Die Amerikaner hatten wohl keine Lust auf Sex.

Chinas Lust in den Sechzigern

Ein ähnliches Verhalten kann Rugenbauer auch bei einem Vergleich der Entwicklungskurven von China und Indien erkennen.

China_Indien_Bevoelkerung

Hier hat „Der große Sprung nach vorn“ (1958 -1961) nach verschiedenen Schätzungen bis zu 80 Millionen Menschen das Leben gekostet – aber in der Bevölkerungsentwicklung ist nicht mal ein Kratzer zu sehen. Auch hier müssen sich die Chinesen ziemlich angestrengt haben, um das auszubügeln.

Soviel konnte Rugenbauer aber bereits sagen: „Es gibt offensichtlich einen Zusammenhang zwischen starker Armut, Verzweiflung und totalitärer Diktatur auf der einen und erhöhter sexueller Aktivität auf der anderen Seite.“ Holger Rugenbauer, der verriet, dass er noch Jungfrau ist, hat jedenfalls bereits Konsequenzen gezogen. Seinen nächsten Urlaub hat er in Nordkorea gebucht.

Eine Antwort zu “Studie: Die besten Sex-Jahrzehnte”

  1. Dieter Stockmeier sagt:

    Ich habe wirklich total ablachen müssen, als ich gelesen habe, dass es so etwas wie einen „Lehrstuhl für temporal tangierte Kopulationsforschung“ gibt.

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