Gefangene Russen: „Wollten Verwandte besuchen“

Die ungeschminkte Wahrheit

Gefangene Russen: „Wollten Verwandte besuchen“

27. August 2014 Politik Propaganda Russland Ukraine Verschwörungen 1

Die Verwirrung um die in der Ostukraine gefangengenommenen russischen Soldaten hat eine interessante Wendung genommen. Endlich meldete sich der Vorgesetzte des festgenommenen Kommandanten der Einheit zu Wort.

„Ivan Romanzev ist bei uns kein unbeschriebenes Blatt. Er ist schon öfter durch seine Vergesslichkeit aufgefallen. Er kann sich kaum drei Sätze auf einmal merken. Dauernd vergisst er seine Befehle.“ so Oberst Valentin Solzenitschin.


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Die Übung, von der Romanzev in dem Video spricht, das die Ukraine veröffentlichte, war schon vor 4 Tagen. Anschließend wollte er seine Oma besuchen. Die in einem kleinen Dorf in der Nähe von Charkiv wohnt. Dummerweise hatte er sich im Tag und im Fahrzeug geirrt. Im Naiv war aber schon die Adresse der Oma eingetragen, sodass die Kompanie statt in die simulierte Schlacht sich auf den Weg zu Romanzevs Oma machte und damit dummerweise die Grenze zur Ukraine überquerte. Diese Erklärung klingt einleuchtend. Viele Russen haben Verwandte in der Ukraine und umgekehrt. Auch die 730 000 ukrainischen Staatsbürger, die in der Nähe von Rostow in einem Zeltlager wohnen, sind nur dort um ihre Verwandten zu besuchen, obwohl die russische Propaganda gebetsmühlenartig behauptet, das wären Flüchtlinge. Da ist es nicht verwunderlich, dass auch die Russen mal die Ukrainer besuchen.

„Diesmal hat sich Romanzev aber wirklich tief in die Scheiße geritten“, setzt Solzenitschin fort, „Unsere Soldaten werden in der Ausbildung intensiv darauf vorbereitet, was zu tun ist, wenn sie einem Gegner in die Hände Fallen. Es war vorhersehbar, dass Kiew diese Situation ausnutzen würde. Wir sagen den Soldaten: Wenn ihr vor eine Kamera gestellt werdet und sagen sollt, was ihr gemacht habt, dann hört gut zu, merkt euch den Text, den ihr aufsagen sollt und sagt ihn brav auf. Dann stehen die Chancen gut, dass ihr nur einmal in die Fresse kriegt. Es ist völlig egal, was ihr sagt. Jeder weiß, dass das nicht ernstzunehmen ist, was ein gefangener vor eilig aufgebauten Kameras sagt. Aber der Romanze kann sich das ja nicht merken. Schauen sie sich doch das Video an: Das ist nach jedem Satz geschnitten. Die musste dem immer wieder sagen, was er sagen soll, weil der sich nix merken kann. Der hat an diesem Tag bestimmt oft in die Fresse gekriegt. Wenn er wieder nach Hause kommt, werden wir ihm nahelegen die Armee zu verlassen. Das ist nicht das richtige für ihn. Er bringt sich, seine Leute und das ganze Land in unnötige Gefahr.

 

Eine Antwort

  1. […] haben berechnet, dass die russische Armee jetzt schon vor Kiew stehen würde, wenn die kürzlich aufgegriffenen 10 russischen Soldaten nicht durch clevere, hochspezialisierte ukrainische Streitkräfte davon überzeugt worden wären, […]

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