Großer Waffenfund in der Wüste: Quelle der Macht für ISIS?

Seit 2011 unterstützt die USA den demokratischen Aufstand gegen den syrischen Diktator Bashar al-Assad. Nachdem der Diktator, ähnlich wie zuvor auch in Libyen, Serbien und kürzlich auch in der Ukraine und den USA unerkannte Sniper auf unbewaffnete, friedliche Demonstranten hat feuern lassen, bildeten sich genauso spontan wie in Libyen, Serbien, der Ukraine und der Krim Selbstverteidigungseinheiten und Übergangsregierungen, die sofort mit im Keller gefundenen Waffen den Kampf gegen den Diktator aufnahmen. Die Freiheitsbewegungen wurden intensiv von den USA und ihren Verbündeten mit völlig völkerrechtskonformen Waffenlieferungen an die Aufständischen unterstützt um einen Bürgerkrieg und Blutvergießen zu vermeiden. Jetzt stellte sich heraus, dass diese Waffen die Zielpersonen möglicherweise gar nicht erreicht haben.

Offenbar wurden die Waffen für die demokratischen, gemäßigten Aufständischen in einem Wüstenversteck von amerikanischen Spezialeinheiten hinterlegt. Jetzt fanden Jennifer Psaki und Marie Harf in sozialen Netzwerken Hinweise darauf, dass die Freie Syrische Armee (so der Name der demokratischen Aufständischen in Syrien) möglicherweise bereits 2013 zerschlagen wurde und die Waffen gar nicht von diesen abgeholt worden sind. Auf Anfrage bestätigten allerding mit den Waffenlieferungen vertraute Offiziere, dass die Waffendepot bei jeweils neuen Lieferunge geleert ware. Die Waffen wurden also tatsächlich abgeholt. Jetzt verdichten sich Hinweise (ebenfalls aus sozialen Netzwerken), dass diese Waffen eventuell in die Hände der sunnitischen Terrormiliz Islamischer Staat (früher ISIS) gefallen sein könnten. Das würde bedeuten, dass die USA den Gegner, der jetzt im Nordirak zum Problem wird, selbst völlig unwissend, aufgebaut haben.

Mittlerweile vermuten auch die demokratisch säkularen Scheichtümer Katar und Saudi-Arabien, dass die Waffen, die für den syrischen Widerstand gedacht waren, ebenfalls von den ISIS Terroristen gefunden und zweckentfremdet wurden.

Innerhalb der US-Regierung wurde bereits ein Ausschuss gebildet, der eine Debatte anwerfen soll, die intern darüber diskutiert, ob eine Untersuchung der Vorfälle in Auftrag gegeben werden soll. Diese Untersuchung könnte Aufschluss darüber geben, ob die Vermutungen der Wahrheit entsprechen. Anschließend müsste über parlamentarische Wege entschieden werden, ob die Waffenlieferungen eventuell ausgesetzt werden müssen oder einfach nur andere Verstecke in der Wüste gefunden werden könnten. Da eine Umfassende Untersuchung einige Zeit braucht, wird die USA zunächst unter voller Einhaltung des Völkerrechts weiter ohne Erlaubnis Ziele in den souveränen Staaten Syrien und Irak bombardieren, um ISIS aufzuhalten.

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