Ukraine will mit Organhandel Wirtschaft ankurbeln – Kosovo Vorbild

Russennieren für den Export
Russennieren für den Export

Das Kosovo ist ein Musterstaat westlicher Demokratie. Die Wirtschaft floriert seit der Unabhängigkeit von Serbien, vor allem dank des Vertriebs hochwertiger Medizinprodukte von freiwilligen serbischen Produzenten. Die Ukraine befindet sich heute in einer ähnlichen Situation wie Kosovo vor einigen Jahren und will jetzt das Erfolgsmodell kopieren.

„Aus unserer Sicht ist das Kosovo das perfekte Vorbild für die weitere Entwicklung der Ukraine.“ so der neue Vorsitzende der Kommission für wirtschaftliche Erneuerung der Ukraine, Vitali Tschurkov. „Ein Staat in dem eine nationalistische Mehrheit aus gewaltbereiten Kleptokraten herrscht und eine bedingungslose demokratische Minderheitenunterdrückung organisiert hat. Hier wird das Potential der serbischen Minderheit, mit Hilfe von freiwilligen Organspenden die Wirtschaft anzukurbeln, perfekt ausgenutzt. Seit Jahren beliefert das Kosovo zahlungskräftige Kunden in Westeuropa mit hochwertigen Medizinprodukten, an denen dort ein Mangel herrscht. Ein riesiger Zukunftsmarkt, den Kosovo aufgrund der geringen Kapazitäten nur schwer selbst bedienen kann. Die Ukraine ist hier deutlich leistungsfähiger.“

Damit nehme die Ukraine eine Schlüsselposition in dem engen Wettbewerbsfeld der modernen organischen Technologie ein. Tschurkov spielt dabei auf die Reduktion der serbischen Bevölkerungsteile im Kososvo an. „Wenn die freiwilligen Spender ausgehen, bricht für Kosovo der Markt zusammen. “

Die Ukraine habe hier ein entschieden höheres und langfristigeres Potential. Damit meint Tschurkov nicht nur das riesige Reservoir an freiwilligen Spendern in der Ostukraine, nein die Ukraine verfüge noch über weitere spendenfreudige Minderheiten. Dazu zählen unter anderem knapp eine Halbe Million Rumänen, sowie Weißrussen, Krimtataren, Bulgaren, Polen, Juden und Armenier. „Das dürfte erstmal für die nächsten 50 Jahre reichen.“ rechnet Tschurkov vor. Die ersten Spender seien bereits gemeldet worden und die ersten Organe sind bereits auf dem Weg nach Westeuropa. „Es geht vorwärts!“ frohlockt Tschurkov. Der ukrainische Regierungschef Poroschenko hatte letztens in einem Interview den Generalplan Ost für eine grüne Ukraine bekanntgegeben. Dabei soll der Osten vom alten Industriedreck bereinigt werden und moderne Technologien Einzug halten. Der medizinische Sektor bildet in diesen Plänen ein wichtiges Kernstück.

Aber es droht auch Konkurrenz: „Der Westen möchte nicht von wenigen Lieferanten abhängig sein – das hat uns auch schon bei den Gaslieferungen aus Russland Probleme bereitet.“ So NATO Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen. „Wir setzen daher auf Diversifizierung des Angebots.“ Dafür hat die NATO in vielen Ländern, vor allem im Nahen Osten und Afrika bereits den Grundstein gelegt. Organe könnten zukünftig auch aus Libyen, Syrien und dem Irak geliefert werden. Die dafür notwendigen staatlichen Strukturen wurden bereits aufgebaut.

 

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