Berlin liefert Waffen an Türkei und Iran um Kurden-Terror zu bekämpfen

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10. September 2014 1

Deutschland ist wieder wer in der internationalen Politik. Kein Land reagiert heute schneller und effizienter als Feuerwehrmann, wenn internationale Krisenherde gelöscht werden müssen. Deutsche Waffenlieferungen unterbinden die Ausbreitung von Konflikten effizient und humanistisch.

Berlin verspricht schnelle Hilfe gegen die aus dem Irak und Syrien anrückende kurdische Peschmerga Terrormiliz. Diese haben in den letzten Monaten – weitestgehend ohne Aufmerksamkeit zu erregen, massiv aufgerüstet. Einnahmen generieren sie durch die Eroberung wichtiger Ölförderfabriken im Irak und Syrien. Vor einigen Wochen konnten sie die irakische Stadt Mosul erobern. „Der Peschmerga Terror wird auch vom Ausland finanziert. Wir vermuten die üblichen Staaten, die den internationalen Terror finanzieren hinter der Peschmerga.“ sagte ein sichtlich besorgt wirkender Frank-Walter Steinmeier vor der internationalen Presse.

Die Kurden besiedeln Gebiete in Syrien, Irak, dem Iran und der Türkei. Seit der Aufteilung des Osmanischen Reiches durch die Siegermächte des 1. Weltkrieges streben die Kurden nach einem eigenen Staat. Dabei schrecken sie auch vor Terroranschlägen nicht zurück. 1999 wurde der kurdische PKK-Führer (eine als Terrororganisation eingestufte Vereinigung in der Türkei) Abdulla Öcalan in Kenia festgenommen und in der Türkei zum Tode verurteilt. Das hat die Kurden aber nicht davon abgehalten, weiter an der Schaffung ihres kurdischen Imperiums zu arbeiten. Bedroht sind vor allem die Türkei und der Iran, die neben dem Irak (wo die Kurden bereits einen Parallelstaat gegründet haben) die größten Siedlungsgebiete für ihr Reich beanspruchen. In der Türkei sind bereits deutsche Soldaten zum Schutz stationiert. Jetzt gerät auch der Iran in Bedrängnis durch die Kurden.

Wir müssen hinhören, was die Iraner brauchen.“ erläuterte Steinmeier.“Wir müssen den Iranern die Möglichkeit geben sich zu wehren.“ Erste Pflicht sei die humanitäre Hilfe. Es reiche nicht aus, den Iranern für ihren Kampf gegen die Peschmerga auf die Schulter zu klopfen, ergänzte Steinmeier.

Es gebe keine Garantie, dass die Waffen nicht in falsche Hände geraten könnten, sagte der Außenminister. „Aber mit diesen Widersprüchen muss man leben.“ Außenpolitik bestünde gelegentlich darin, in all diesen Widersprüchen eine abwägende Entscheidung zu treffen. „Es gibt Situationen, in denen kann man sich durch Unterlassen ebenso schuldig machen wie durch Tun“, betonte der Sozialdemokrat. Die Entsendung von Bodentruppen in den Iran schloss Steinmeier aus.

Deutschland hatte bereits auf mehrere Krisen im Vorfeld mit besonnenen Waffenlieferungen reagiert. So konnte der Konflikt in Syrien, wo islamistische Aufständische vom säkularen Assad Regime in ihrer scharfen Auslegung des Koran bedroht wurden, durch Deutschlands beherztes Eingreifen auf bisher 3 Jahre begrenzt werden. Auch der Vormarsch der aus Syrien stammenden islamistischen Terrormiliz ISIS (Islamischer Staat in Irak und Syrien, heute nur noch IS) konnte durch Waffenlieferungen an die Kurden bisher stark abgemildert werden.

 

Eine Antwort

  1. Ralf sagt:

    am deutschen Wesen sollen sie genesen…. oder wie war das nochmal?

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