London atmet auf: Kein Stützpunkt Argentiniens in Schottland

Kurz nach Ergebnis-Bekanntgabe des schottischen Referendums, welches die schottische Abspaltung von Großbrittanien verhinderte, gratulierten Europäische Regierungschefs enthusiatisch den nun weiterhin britischen Schotten. „Da habt ihr uns aber ganz schön Angst gemacht“, ließ Angela Merkel auf einer Presskonferenz verlauten, „aber schön, dass ihr da geblieben seid“. Manuel Valls, der frischgebackene Premier Frankreichs, gratulierte beherzt wie warnend: „Die Schotten haben sich weit aus dem Fenster gelehnt, doch der frische Wind hat sie zurück zur Vernunft gerufen. Willkommen zurück!“ – Allein der britische Regierungschef David Cameron reagierte mit abgekämpfter Erleichterung: „Wir sind mit einem blauen Auge davon gekommen. Hätten sich die Schotten verabschiedet, dann hätten wir plötzlich Falkland direkt auf der Britischen Insel!“

Hintergrund der scheinbar kryptischen Bemerkung Camerons dürfte ein Geheimdokument eines möglichen Militärbündnisses zwischen Schottland und Argentinien sein, welches der MI6 in den heutigen Morgenstunden an die europäische Presse geleakt hatte. Darin werden geheime Verhandlungen zwischen dem Vorsitzenden der schottischen Unabhängigkeitspartei und Cristina Fernández de Kirchner, der Präsidentin Argentiniens, offengelegt. Kirchner wird mit Worten zitiert: „Sobald das Joch der Herrschaft Londons endlich zerschmettert ist und die Schotten frei sind, werden sich die stolzen Hochländer neue Verbündete suchen. Argentinien würde sich geehrt fühlen, einen Bund mit Schottland zu schließen“.

Hintergrund seien, laut MI6-Quellen, kulturelle und wirtschaftliche Gemeinsamkeiten der Länder. Schottland ist berühmt für sein Hochlandrind, Argentinien für das argentinische Rind. Weiterhin tiefergehende wirtschaftliche Interessen, denn man wolle von schottischem Öl und den üppigen Agrarflächen Schottlands beliefert werden und in den Whisky-Handel einsteigen.

Besonders heftig sorgt allerdings ein spezieller Kommentar Kirchners für internationale Furore: „Wir würden es auch sehr begrüßen,“ so Kirchner im Geheimdokument, „wenn wir einen Militär-Stützpunkt in Schottland errichten dürfen. Die Engländer sind seit jeher ein kriegslustiges Volk, das die nun hoffentlich bald demokratisch-freien Schotten sofort wieder kriegerisch unterwerfen wird. Wir haben damit Erfahrung auf den Falkland-Inseln.“ Einen weiteren Grund zur militärischen Ausbreitung, so die MI6-Analysten, hat Argentinien aufgrund der kriegerischen Expansion der USA in Süd- und Mittelamerika in den letzten Monaten: So drohte die US-Administration mit einem Angriff auf Brasilien und wog die Möglichkeiten einer Annektion Mexikos ab.

Die Reaktion europäischer Oberhäupter auf Kirchners Vorstoß ist gemischt. Angela Merkel sprach von einer „Situation großer Anspannung“, fügte allerdings hinzu: „Aber natürlich spreche ich Frau Kirchner mein allervollstes Vertrauen aus.“ Die britische Reaktion auf Kirchners Kommentar war dagegen eindeutig, Cameron: „Die alte Hexe soll schweigen und die Geschichte akzeptieren. Was wir einmal erobert haben, das behalten wir auch. So war es mit den Falkland-Inseln und ja, so wird es auch mit Schottland bleiben!“

 

 

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