Bambi und deutscher Fernsehpreis für Russia Today Deutsch

Die Ereignisse überschlagen sich. Kaum drängt Russia Today auf den deutschen Markt (AMR berichtete), um Licht ins Propaganda-Dunkel der deutschen Medienlandschaft zu bringen und die einfachen Gemüter der Durchschnittszuschauer zu erhellen, schon erhalten sie den Bambi und den deutschen Fernsehpreis. Der russische Präsident Wladimir Putin bedankte sich per Live-Schaltung. Die Preise überreichten Helmut Kohl und Wolf Biermann.

Wie war es dazu gekommen. Holger Rugenbauer, Mitglied der Jury, erklärt: „Zunächst einmal ist Russia Today deutlich unparteiischer als die meisten deutschen Medien. RT hat eine Propagandaquote von nur 70%. Im Gegensatz zu deutschen Magazinen, die Print und Video-Beiträge anbieten, wie FAZ (71% Propaganda), Zeit (75%), Focus (80%), Spiegel (92%), Welt (99%) und Bild (134% Propaganda) ist das eine erfrischend ehrliche Berichterstattung.“ Auch sei Russia Today Deutsch deutlich integrativer als die Konkurrenten. Rugenbauer: „RT spricht die Sprache aller seiner Zuschauer. Auch ehemaligen DDR-Bürger werden integriert durch Begriffe wie „Kosmonaut„, welche die Ostdeutschen noch aus Zeiten der Deutsch-Russischen Freundschaft kennen. RT kämpft damit auch gegen Anglizismen in der deutschen Sprache („Astronaut“) und wirbt so für Völkerverständigung und gutnachbarschaftliche Beziehungen in Europa und der Welt“.

Die Verleihung des Bambi geschah durch Altkanzler Helmut Kohl, der im Gegensatz zu seinen sonstigen Meinungen über deutsche Politiker und Prominente, nur Worte des Lobes und Überschwang für RT Deutsch übrig hatte. Der deutsche Fernsehpreis wurde verliehen von Wolf Biermann, der voller Stolz die russische Berichterstattung und die Kreml-Regierung lobte. Behauptungen, er brauche das Geld und würde sein Fähnchen nach dem Wind hängen, wies Biermann zurück: „Ich liebe Russia Today Deutsch, Wladimir Putin, Russland und alles, was sie in der Vergangenheit gemacht haben. Dazu stehe ich und dazu stand ich immer“. Biermann konnte leider nicht bis zum Ende der Veranstaltung bleiben, weil er noch zu zwei weiteren PR-Terminen musste: Zum ersten in die chinesische Botschaft, um zu beraten, wie man die kommunistische Wirtschaft besser bewerben und ankurbeln könne. Danach in die iranische Botschaft, um dort bei einem Fotoshooting für ihr Atomprogramm zu strahlen. (Wolf Biermann ist übrigens über die AMR-Event-Agentur buchbar. Kontaktieren Sie uns!).

Kritik an der Verleihung hagelte es verständlicherweise durch die Neider von der deutschen Presse. Kai Diekmann von der Bildzeitung sprach von „einer frischen Brise, einem kalten Wind“, der nun durch in die deutsche Medienlandschaft jage: „RT kommt hereingeschneit und bricht das Eis für ein ungekanntes Konzept: dialektischen Journalismus, also beide Seiten beleuchten.“ Aber Einseitigkeit, befürchtet Diekmann, ist das Kernprinzip der deutschen Leitmedien. Wenn RT damit Erfolg hat, könnten andere Magazine mächtig verlieren. „Das bedeutet für uns einen Hauch von Stalingrad“

3 Kommentare

  1. #RTdeutsch – der „Feindsender“ im Vergleich mit #ARD & #ZDF
    Das Medienkartell kritisiert den „MTV-Charater“ der #Moderation.
    Dabei ist gerade die #RT-Moderatorin perfekt – weil: Die Deutschen kennen ja nur die Sprechroboter mit Kindergarten-Duktus auf ARD & ZDF, aufgemotzt mit ein paar Hasspredigern wie Claus Alleskleber, Caren Miosga & Consorten – und assistiert von Laienschauspielern („Korrespondenten“) rund um den Globus, die als fromme Messdiener ihre Gute-Nacht-Gebete dazu aufsagen.

    Dazu kennt man noch die Talk-Show-Labertaschen mit „politisch korrekt“ zensierten Null-Komma-Nichts-Aussagen und ihre Pausenclowns („Gäste“) aus dem Parteien- und Apparatschik-Milljö. Dass sie den „Menschinnen und Menschen“ am Bildschirm permanent den Brechreiz stimulieren, geht ARD und ZDF am Arsch vorbei; das Stimmvieh hat ja GEZahlt…

    Ansonsten kennen die Deutschen noch die Proll-Moderatoren im Dritten – den „Kulturprogrammen“ der Regional-Anstalten. Im Vergleich zu diesen Hausfrauen beiderlei Geschlechts, mit Kochschürze und Pappnase bewaffnet, ist jede Lokalredaktion einer Kleinstadtzeitung ein hochgeistiger Musentempel.

    Also werte RTdeutsch-Kritiker: Wem die Moderatorin zu normal und zu natürlich ist, dem bleibt ja weiterhin die Qual der Wahl unter Hunderten von vorprogrammierten Sprechautomaten auf ARD & ZDF. Viel Vergnügen!

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