Nordkorea veröffentlicht Folterbericht, um als demokratischer Staat anerkannt zu werden

Kim Conrad
Kim Jong Un beim Morgenmagazin -Endlich Demokrat!

Die wiederholt mit hochintelligenten Überleitungen auffallende Nachwuchsmoderatorin des ZDF Mittagsmagazins, Susanne Conrad, erklärte gestern in einem Anfall von zerebralem Ebola zu den Folterberichten aus den USA (ab Minute 7), dass diese ein Dokument der Offenheit seien – ein Beispiel einer offenen Demokratie, an dem sich auch andere Staaten ein Beispiel nehmen sollten! Die Regierung Nordkoreas nimmt Frau Conrad nun beim Wort und geht in die Demokratieoffensive.

Heute veröffentlichte Nordkorea in einer feierlichen Stunde seinen eigenen, hastig zusammengestellten Folterbericht. “Der ist noch viel offener, als der der USA. Aufgrund der Kürze der Zeit hatten wir keine Zeit sensible Stellen zu schwärzen.” erklärte ein Sprecher der nordkoreanischen Regierung. Mit Hilfe dieses Berichts könne Nordkorea der Welt nun zweifelsfrei Nachweisen, dass sie eine lupenreine Demokratie sind.

Unterhändler der US-Regierung äußerten sich zurückhaltend über Nordkoreas überraschenden Vorstoß in die Gruppe der demokratischen Länder aufgenommen zu werden. Es reiche nicht nur brutal zu foltern, sondern man müsse auch regelmäßig andere Länder überfallen, bedrohen und aufrüsten, aufrüsten, aufrüsten. Nordkoreas letzter Überfall auf ein anderes Land sei schon 60 Jahre her und dabei wurde nicht mal ein demokratisch gewählter Präsident gestürzt. Außerdem seien die Foltermethoden in Nordkorea nicht mit denen des Westens vergleichbar.

Der Vertreter Nordkoreas in der UN räumte kleinere Fehler bei den nordkoreanischen Demokratisierungsversuchen ein. So sei ein Überfall auf andere Länder schlicht zu gefährlich, da alle Nachbarstaaten bis an die Zähne bewaffnet sind. Auch bei den Foltermethoden gebe es Defizite. So sei das Wachhalten der Gefangenen bei gleißendem Licht und Waterboarding aufgrund von Stromausfällen und Wassermangel schwer durchführbar, aber er versicherte, dass es adäquaten Ersatz gebe.

Mittlerweile erwägt auch die Regierung in Venezuela Folter einzuführen und großflächig Folterlager zu eröffnen. Anschließend könne ebenfalls ein Folterbericht veröffentlicht werden, der beim Westen jeden Zweifel ausräumt, dass es sich bei Venezuela um eine Demokratie handle.

 

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