Betroffenheitsforscher alarmiert: Immer weniger Menschen stellen bei staatlich verordneter Betroffenheit freiwillig das Denken ein

Die ungeschminkte Wahrheit

Betroffenheitsforscher alarmiert: Immer weniger Menschen stellen bei staatlich verordneter Betroffenheit freiwillig das Denken ein

21. Januar 2015 Deutschland Diktatur Krieg Medien Politik Propaganda Terrorismus Verschwörungen Wissenschaft 6
Scheiße! Wirklich?

Staatlich verordnete Betroffenheit wird in unserer moralisch degenerierten Gesellschaft immer weniger wahrgenommen. Das jedenfalls ist das Ergebnis einer Studie des renommierten Betroffenheitsforschers Holger Rugenbauer. Wir trafen den Wissenschaftler in seinem Büro im Verteidigungsministerium, Stabsstelle “Vorbereitung eines Angriffskriegs.”

AMR: Herr Prof. Rugenbauer, was macht denn ein Betroffenheitsforscher so?

HR: Wir überprüfen, wie hoch die staatstragende Betroffenheit bei medial unterstützten Betroffenheitsereignissen ist. Wer ordentlich mitmacht, beweist guten Geschmack.

AMR: Was ist das Ziel dieser Bemühungen?

HR: Damit unsere freie demokratische Gesellschaft funktioniert, brauchen wir einen signifikanten Anteil an Personen, die vorbehaltlos den Anweisungen folgen, ohne lästige Fragen zu stellen.

AMR: Wie funktioniert das?

HR: Um regelmäßig sicherzustellen, dass die Demokratie in diesem Bereich über ausreichend Rekrutierungspotential verfügt, werden regelmäßig Volkszählungen durchgeführt. Dazu werden Momente großer Betroffenheit an – im Vergleich zum politischen Tagesgeschäft banalen – Ereignissen erzeugt und medial stark aufgebauscht. Anschließend werden die übelsten Elemente der Gesellschaft vorgeschickt und täuschen, im krassen Widerspruch zu ihrem regulären Verhalten, publikumswirksam übermäßige Betroffenheit vor. Für alle, denen dieser offensichtliche Widerspruch nicht auffällt, wird gleichzeitig ein Erkennungssymbol zugänglich gemacht, dass sie bei Selfies in die Kamera halten oder als Profilbild bei Facebook nutzen können. So können sie auf einfache Weise mitteilen: Ich bin ein gehirnamputierter Mitläufer, dem jede Fähigkeit zum selbstständigen Denken fehlt. Und ich möchte, dass die ganze Welt es weiß!

AMR: Interessant! Können Sie vielleicht ein Beispiel nennen, wie sich das äußert?

HR: Selbstverständlich. Solchen Menschen kann man in solchen Situationen alles erzählen. Sogar, dass Gleichschaltung des Denkens und das Ächten von Zuwiderhandlung gegen diese Gleichschaltung in Wirklichkeit die Pressefreiheit verteidigt.

AMR: Was hat sich jetzt verändert? Warum sind Sie so erschüttert?

HR: In demokratisch gefestigteren Zeiten hat die Betroffenheit bisher eine ausreichende Menge an Menschen davon abgehalten, Dinge in Frage zu stellen, und sie dazu gebracht, die offizielle Lesart rückhaltlos anzuerkennen. Diejenigen, die es dennoch gewagt haben, selber außerhalb der vorgegebenen Grenzen nachzudenken, wurde erfolgreich von den moralisch überlegenen Mitläufern als Opferverhöhner denunziert, sodass sie lieber auch geschwiegen haben. Das scheint nun nicht mehr zu funktionieren, weil die erste Gruppe stetig kleiner geworden ist. Mit solch freigeistigem Menschenmaterial, was gegen die Grenzen des von uns definierten guten Geschmacks argumentiert, lässt sich kein glaubhafter Angriffskrieg vorbereiten. Es liegt also noch viel Arbeit vor uns.

AMR: Herr Prof. Rugenbauer, wir danken Ihnen für das Gespräch.

 

 

6 Antworten

  1. li-tai-pe sagt:

    Rugenbauer kann man da nur beipflichten. Der Mensch braucht ordentliche Betroffenheitsereignisse. Edathy ist abgelatscht und wann ist der letzte Schulbus verunglückt?
    Der Vergewaltigungsprozess von Karl Dall ist auch in die Hose gegangen. Sodomie kannst nur noch im Tatort verfolgen. Das schafft doch emotionale Leere im Kopf. Da kommst doch nur auf dumme Gedanken.
    Du kannst doch nicht jeden Tag nur den Einkaufswagen voll machen. Der Mensch lebt nicht vom Brot allein! Eine Schwalbe macht doch keinen Sommer! Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut! Wenn das so weiter geht, dann gibt es noch den kollektiven Burnout.

  2. […] HR: Wir überprüfen, wie hoch die staatstragende Betroffenheit bei medial unterstützten Betroffenheitsereignissen ist. Wer ordentlich mitmacht, beweist guten Geschmack. Zum Rest des Beitrags […]

  3. […] die Al Quaida 12 Menschen in Paris kaltblütig ermordet haben. Nur 12! bei uns waren es 30! Die Betroffenheit muss also 2,5 mal so hoch sein und die Verurteilung der Täter […]

  4. […] Verwandten, die bereits auf dem Weg zur Grenze waren und diese machten dieselbe Erfahrung. “Es schien als ob diese Botschaft bei den Menschen das Denken ausschaltet – […]

  5. […] “Menschen, die solche kranken Lügen in die Welt setzen, verhöhnen die Opfer und suhlen sich im Leid der Angehörigen!” schreibt der angesehene Betroffenheitsforscher Professor Holger Rugenbauer. […]

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