Flüchtlingshorror: Deutsche Reeder wollen Menschenschmuggler mit Dumpingpreisen bekämpfen

„Für 16 Milliarden € können wir ganz Afrika nach Deutschland schiffen!“ sagt der Bremer Reeder Frank Müller

Gerade kamen 71 Flüchtlinge qualvoll in einem LKW um und das – wenn man der deutschen Bundespolizei glauben darf – für bis zu 20 000 € pro Nase. Mit Horrorpreisen in den Horrortod, hätte die Bildzeitung titeln können, wenn nicht gerade wieder Sylvie Meis fremdturtelnd in einer Drogendisco entdeckt worden wäre.

Für Frank Müller, einem Reeder aus Bremen, sind diese Preise unverständlich. „Eine durchschnittliche Mittelmehrkreuzfahrt von Bremen nach Afrika oder Anatolien und zurück ist bei uns deutlich billiger zu haben. Die Erstickungsgefahr ist dabei deutlich geringer – außer Sie nehmen eine Innenkabine. Außerdem sind Kost und Logis komplett enthalten. Niemand muss in LKWs eingepfercht eine solche Reise unternehmen. Niemand!“ Müllers Firma vermutet, dass die Flüchtlinge über die Preise einfach unzureichend aufgeklärt sind. „Viele Menschen in den Ursprungsländern haben keinen Internetanschluss und können sich daher nicht ausreichend in Vergleichsportalen über die tatsächlichen Preise informieren.“ Das soll sich nun ändern. Mit einer massiven offline Kampagne will Müllers Firma nun die Fluchtwilligen in den Ländern mit NATO-Befreiungshintergrund über seine wirklich günstigen Transportpreise nach Bremen informieren. „Wir sind derzeit dabei unser Fahrtenprogramm auf die neue Situation umzustellen.“ Damit könnte sich das Problem des Schmuggels mit den Urkräften des Kapitalismus beseitigen lassen: Über den Preis! „Die Preise der Schlepper können wir locker unterbieten – bei weit besserem Komfort! Vermutlich lohnt sich das Schleppen dann irgendwann gar nicht mehr. Wir sind auch in Verhandlungen mit der Bundesregierung, ob unsere Flüchtlingstransporte durch spezielle Programme subventioniert werden könnten. Immerhin sparen wir eine Menge Geld für Polizeiarbeit, wenn die Flüchtlinge an den Schleppern vorbei geschmuggelt werden und diese so aus dem Markt gedrängt werden.

Ein Problem hat Müller aber noch zu lösen: Die Flüchtlinge sind weniger an einer klassischen Kreuzfahrt interessiert. Sie wollen nur ein One Way Ticket. Aber auch dafür hat Müller bereits eine Idee: „Einige Flüchtlinge, die schon länger hier in Europa sind und ihren Grundwehrdienst bereits hinter sich haben, wollen in Richtung Syrien, um im Dschihad ein bisschen Spaß zu haben. Da machen wir ein Kombiticket: Dschihadist auf dem Hinweg, Flüchtling auf dem Rückweg. Die sorgen auch gleichzeitig gegenseitig für Nachschub. „Über Jahre ein rentables, todsicheres Geschäft.“ frohlockt Müller.

 

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