Schock: IWF mästet Pleite-Griechen jetzt doch weiter

Neuer Schock im Drama um Griechenland: Die linke Regierung in Athen hat nun ein Gesetz erlassen, nach dem sie Griechenlands Gläubiger nicht weiter auszahlen wollen. Aber es geht noch härter: In einem völlig unglaublichen neuen Gesetzesvorschlag will die griechische Regierung Milliardenkredite einfach als illegal erklären, mit der Begründung, „diese seien nicht beim Volk angekommen“.

Doch der wirkliche Hammer kommt erst noch: Der IWF  kündigt in einer vollkommen überraschenden Erklärung an, dass er im Streit mit den Gläubigern in die Bresche springt und das Pleite-Land weiter mit Milliarden bewerfen will, auch wenn Griechenland seine Schulden gar nicht bedienen kann. IWF-Chefin Christine Lagarde:

„Falls keine Einigung mit den privaten Gläubigern erreicht wird, und wenn das Land zu dem Schluss kommt, dass es seine Schulden nicht bedienen kann, ist der Fonds in der Lage, (weitere) Anleihen […] auszugeben.“

Und das, obwohl der IWF sich noch vor wenigen Tagen mit Hinweis auf seine Statuten strikt gegen weitere Finanzhilfen und sogar gegen einen Aufschub der Zahlungen ausgesprochen hat. Es ist völlig unklar, was den IWF zu einer solchen 180-Grad-Wende veranlasst hat und warum seine eigenen Statuten nun plötzlich keine Gültigkeit mehr haben.

 

Update: Leider ist uns ein bedauerlicher Fehler unterlaufen. Alle obigen Aussagen und Sachverhalte außer dem letzten Absatz beziehen sich auf die Ukraine und nicht auf Griechenland. Und die „illegalen“ Kredite, die „nicht beim Volk angekommen sind“, sind natürlich nur russische, nicht die des IWF oder der EU, von denen die Ukraine schicke westliche Waffen zum Beschießen des eigenen Volkes kaufte (das Geld ist somit durchaus bei der Bevölkerung angekommen – wenn auch in Form von Kugeln, Granaten, Artillerie und Raketen!) – oder die schlichtweg im Sumpf der ukrainischen Korruption ins Ausland verschwunden sind! Wir bitten, diesen Fehler zu entschuldigen!

1 Kommentar

  1. Ein sehr informativer Artikel. Es bleibt abzuwarten, wie sich dieses ganze Thema in Zukunft noch entwickeln wird. Da wird ganz sicher noch einiges passieren.

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