Venezuela ist bald eine Vorzeigedemokratie - Dank dem IS!
Venezuela ist bald eine Vorzeigedemokratie - Dank dem IS! Bildquelle: Pixabay

Venezuela neue Heimat für IS Terroristen?

Venezuela hatte es in den letzten Jahren nicht leicht. Nur wegen dauernd gewonnener Wahlen weigerte sich eine penetrante linksversiffte Regierung zurückzutreten und einer freiheitlich westlichen Regierung Platz zu machen. Auch weitestgehender Ausschluss vom internationalen Markt, Herabstufung durch die unabhängigen Ratingagenturen und Verweigerung von Krediten brachte die steinzeitlichen Betonköpfe nicht zum Einlenken. Zuletzt mussten sogar Großkonzerne künstlich das Angebot verknappen, um die Wirtschaftskrise im Land anzufeuern. Dabei gingen riesige Einnahmen verloren, aber die Konzernlenker sind alle samt wahre Patrioten, welche dieses Opfer gern für ihr Land gebracht haben.

Doch bei der letzten Wahl haben es die Deppen endlich kapiert und die richtigen Parteien gewählt. Venezuela ist also bereit für Demokratie und Nation Building. Und was darf bei einem solchen durch und durch humanitären Projekt nicht fehlen? Richtig, eine islamistische Terrororganisation. „Islamistische Terrororganistionen gehören zum Aufbau einer demokratischen Gesellschaft wie eine US-Bombe zu einer pakistanischen Hochzeitsfeier. “ bringt es ein US-Regierungsvertreter auf den Punkt.

Da der IS gerade in Syrien leicht an Boden verliert (wegen der demokratiefeindlichen Russen), und in Libyen die Sache auch noch nicht ganz durch ist, wäre Venezuela eigentlich eine ideale Heimat, für ein Projekt, was bei jeder freiheitlichen Mammutaufgabe unabkömmlich ist und haufenweise Geld verschlingt.

Auf der anderen Seite ist es natürlich auch für den IS ein wichtiger Meilenstein, um aus der Terror-Schmuddelecke herauszukommen (und für eine darauf folgenden, noch VIEL gefährlichere und brutalere Terrororganisation Platz zu machen).

Wie das geht erläuterte eindrucksvoll Regierungssprecher Steffen Seibert bei der Bundespressekonferenz: Dort antwortete Seibert auf die Frage, wie es denn kommen könne, dass zwei ideologisch völlig identische Konstrukte wie Saudi-Arabien und der IS einmal als brandgefährliche Terrororganisation und auf der anderen Seite als wichtiger Partner im Kampf gegen den Terror angesehen werden. Hier konnte Steffen Seibert eloquent seine intellektuelle Überlegenheit genüsslich ausspielen. Der Unterschied laut Seibert: Saudi Arabien ist International anerkannt, hat riesige Ölquellen und die heiligen Stätten des Islam.

Wenn sich Daesh also erstmal in Venezuela ausgebreitet hat, müssen wir nur noch Mekka nach Carabobo verlegen und den IS in die UNO aufnehmen. Schon ist das Terrorproblem gelöst! Einfache Schritte in eine friedliche Welt. Mit Steffen Seibert und ohne russische Bomben. Prost!

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