Kai Gniffke: Über jede russische Dorfdemo ab 2 Teilnehmer berichten

Tagesschau-Chef Kai Gniffke begann Ende April das ambitionierte Programm „Demokratie 2020“ Schritt für Schritt umzusetzen. Dabei soll über jede Demonstration gegen Putin in Russland ausführlich berichtet werden. Voraussetzung sei lediglich, dass es „viele“ Teilnehmer gebe, also mindestens zwei. Bei nur einem Teilnehmer, sei natürlich auch diese Demo entscheidend für den Kampf um die Demokratie in Russland, aber nicht ausreichend relevant. Der bisherige Erfolg gibt der Kampagne recht:
Am 29.04.2017 demonstrierten laut Polizeiangaben 250 Menschen in Moskau gegen Putin unter dem Motto „Wir haben ihn satt!“ Zu essen gab es allerdings nichts.

„Das war lustig,“ erzählt uns Gniffke, „Wir haben den Artikel überschrieben mit ‚In mehreren Städten Russlands sind Hunderte Menschen auf die Straße gegangen,‘ weil die wirklich auf einer Autobahn demonstriert haben, obwohl die Stadt es verboten und eine Alternative vorgeschlagen hat. Deswegen sind wohl auch welche festgenommen worden. Hihihi …“

250 Menschen! Das seien immerhin schon 0,002% der Einwohner Moskaus, die dort demonstriert hätten. Eine hervorragende Zahl! Immerhin sind das 0,0018% mehr als in der zweiterfolgreichsten Demonstrationsstadt Jekaterinenburg (2 Teilnehmer).

Für die russische Demokratie sei ihm kein Aufwand zu gering. Demnächst soll auch untersucht werden, ob umgefallene Wodkagläser eventuell eine revolutionäre Initialzündung sein könnten und als „Revolution im Fluss“ in die Berichterstattung der Tagesschau aufgenommen werden müssen.

Sollten hingegen in Deutschland Demos stattfinden, sei erst ab 100 000 Teilnehmer die Berichterstattung  angemessen „Für die lausigen Gebühren können wir nicht über jede dörfliche Zusammenrottung in Deutschland berichten, das kann dann RT übernehmen.“

Eine Antwort zu “Kai Gniffke: Über jede russische Dorfdemo ab 2 Teilnehmer berichten”

  1. […] Die deutschen Propagandanetzwerke von ARD bis ZDF krauchen auf dem finanziellen Zahnfleisch. Nicht nur, dass Chefantreiber, wie Klaus Cleber immer höhere Summen für ihre wichtige, staatsdienliche Arbeit kassieren, nein, jetzt muss auch noch Putins Reich in Grund und Boden propagandiert werden. Nachdem Tagesschau Chefredakteur Kai Gniffke letzte Woche das Ziel über Anti-Putin Demos in allen russischen Dörfern zu berichten, herausgab, hat es eine riesige Einstellungswelle beim ÖR gegeben (AMR berichtete). […]

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