Auch Kretschmann wechselt zur CDU

Kretschmann tritt CDU bei
Winfried Kretschmann verkündet auf einer Pressekonferenz seinen Übertritt zur CDU Originalbild von Bündnis 90/Die Grünen Nordrhein-Westfalen - Flickr: Im Gespräch: Sylvia Löhrmann und Winfried Kretschmann, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=19489761

Jetzt geht’s Schlag auf Schlag: Nachdem am Freitag die niedersächsische grüne Abgeordnete Elke Twesten zur CDU übergetreten ist, gibt nun heute Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann ebenfalls seinen Übertritt in die Merkel-Partei bekannt.

Befragt nach den Gründen für seine Entscheidung sagte Kretschmann: „Ich war schon immer ein großer Merkel-Fan und betete regelmäßig für sie, da war der Schritt zum Übertritt in die CDU nur noch ein ganz kleiner“. Kretschmann sagte weiterhin, dass die CDU und die Grünen sich in den letzten Jahren so stark angenähert hätten, dass ihre Politik sich ohnehin kaum unterscheiden würde. „Unser Kernanliegen des Umweltschutzes und der Bewahrung der Natur ist eigentlich ein ur-konservatives Anliegen, das ich auch innerhalb der CDU ganz wunderbar vertreten kann. Auch die CDU-Begeisterung für militärische Auslandseinsätze, die USA und die NATO teilten wir bei den Grünen ja schon längst vollumfänglich. Oder nehmen Sie beispielsweise die Ostpolitik: Merkels harter Kurs gegen den Diktator Putin liegt doch voll auf der grünen Parteilinie!“,  so Kretschmann weiter.

Selbst mit grünen Themen wie homosexuellen Rechten fühlt sich Kretschmann bei der CDU gut aufgehoben, nachdem Angela Merkel unverhofft die schwule Ehe ermöglicht hat. Das grüne Thema Frauen-Gleichberechtigung entlockt dem schwäbischen Katholiken nur ein Lachen: „Entschuldigung, aber welches Geschlecht hat Angela Merkel denn bitte? Und Angela Merkel ist heutzutage die CDU, an ihr führt nichts vorbei, und ihre Kritiker sind längst verstummt… oder in Brüssel!“

Bei den Grünen im Bund löste die Meldung offene Panik aus. Spitzenkandidatin und Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt meinte in einer ersten Stellungnahme: „Wir in der Parteispitze sind sehr traurig über Winfrieds Entscheidung, nicht nur wegen der negativen Signalwirkung für die Bundestagswahl, sondern weil es für uns auch den Verlust des einzig grün regierten Bundeslandes bedeutet. Aber da eine schwarz-grüne Koalition im Bund ohnehin unser Ziel war, werden wir sicherlich bald wieder gemeinsam Politik machen! Man trifft sich immer zweimal im Leben!“

Grüne Parteifunktionäre, die nicht genannt werden wollen, halten derweil Kretschmanns und Twestens Wechsel für eine ganz hervorragende Idee und ein Vorbild für die ganze Partei. Die Grünen sollten bundesweit und geschlossen zur CDU übertreten, denn nachdem Kriegs- und Sozialpolitik für die ehemaligen Ökopaxe heutzutage keine Relevanz mehr haben und die anderen grünen Ziele von Merkels CDU inzwischen nahezu vollständig geteilt werden, ist die Notwendigkeit einer eigenen Partei dafür eigentlich nicht mehr gegeben – so ähnlich wie bei der vor vier Jahren aufgelösten Partei FDP, die leider nicht bemerkt hatte, dass außer den Linken inzwischen sämtliche anderen Parteien ebenfalls ihre strikt neoliberale Wirtschaftspolitik vertraten.

Bei der CDU hingegen zeigt man sich sehr erfreut über den Neuzugang. „Wir fühlten uns Winfried Kretschmann schon immer sehr verbunden“, schwärmt Angela Merkel von ihrem treuen Verehrer. „Wir freuen uns, mit ihm eine Politik für Europa machen zu können, die Deutschland weiter voranbringt, um das beste Deutschland, das wir heute schon haben, noch besser zu machen!“

Im Bundesrat verschiebt sich das Kräfteverhältnis aufgrund der beiden plötzlich CDU-regierten Länder deutlich. Die CDU wird ab heute nicht mehr auf die Zustimmung von SPD und Grünen im Bundesrat angewiesen sein, sondern kann alleine durchregieren, da sie nun die klare Mehrheit hat.

Baden-Württemberg hingegen wird nach sechs Jahren unter einer grünen Regierung wieder von der CDU regiert werden, wie schon seit 1953. Als wir die Bürger auf der Straße in Stuttgart nach ihrer Meinung zu Kretschmanns Entscheidung befragten, meinte Eberhard Sternle (74) nur lapidar: „Überrascht mich jetzt nicht. Ich hab den sowieso nur gewählt, weil er so schön schwarz war!“

15 Kommentare

  1. Da haben die Grünen ja nun ihre Maske fallen gelassen, die Verräter- und- die Grünen wollen sich selbst auflösen, weil sie schon lange „schwarz“sind? Deshalb hatte man auch Hartz IV von Schröder (SPD) zugestimmt, weil die Grünen so „schwarz“ waren?
    Wie viele „Schwarze“ mag es wohl dann in der SPD geben, frage ich mich!

  2. Wenn das so weitergeht….
    abwarten,wir wählen am 24.September
    adios Schulz &Co
    unsere Kanzlerin hat das Zeug und muß nochmal ran!!

  3. Ihr habt nicht alle Tassen im Regal

    Das ist die dreisteste Falschmeldung seit Jahren.

    Ich werde versuchen, diesen Mist zur Anzeige zu bringen

  4. Wäre grandios – nur der Glaube fehlt. Dieser Mann ist nach 2 Pleiten (Vorgänger) ein hervorragender und bodenständiger Ministerpräsident und Mensch. Keine Skandale/Liebschaften und ehrlich. Wäre jetzt noch schön wenn der OB Palmer aus Tübingen mit auf die Reise ging. Die Grünen sind ausgelutscht. Man hat sie mal gebraucht. Aber jede Zeit geht vorbei. Jetzt noch 4 – 8 Jahre die AfD in Regierungsverantwortung und Deutschland lacht…….Das Elend wäre vorbei. Und die CDU (DIE TANTE) wäre ausgesondert.

  5. Links, rechts, grün, Mitte, schwarz, weiß, katholisch, hinduistisch, jüdisch muslimisch – alles hebt sich irgendwann auf, wird überflüssig zugunsten einer besseren Welt, im schlimmsten Fall zugunsten des Überlebens.

  6. Winfried Kretschmann ist ein ehrlicher Mensch und Politiker,nebenbei auch ein überzeugter Christ. Ich appeliere an alle, diese Entscheidung zu akzeptieren! Er hat in der Vergangenheit sehr oft bewiesen, dass er stets über seiner Partei hinaus anders entschieden hat und immer seinen gesunden Menschenverstand eingeschaltet hat. Deutschland hat leider nicht viele Politiker mit diesem Format!

1 Trackback / Pingback

  1. Heute noch #FakeNews: Kretschmann wechselt in die CDU

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