Maskulinisten: Männerquote für Hebammen gefordert!

Klaus K. - Deutschlands einzige männliche Hebamme wird schlechter bezahlt, als seine weiblichen Kollegen. Foto: Pixabay
Klaus K. - Deutschlands einzige männliche Hebamme wird schlechter bezahlt, als seine weiblichen Kollegen. Foto: Pixabay

Die Interessenvereinigung deutscher Maskulinisten und Maskulinistinnen hat in einem Forderungspapier angemahnt, dass es einen Workers-Gap zwischen männlichen und weiblichen Mitarbeitern in der Hebammenbranche gibt. Dies sei in einer pluralistischen und freien Welt nicht länger hinnehmbar.

Von den Rund 24 000 Hebammen in Deutschland, sei nur eine männlich. Die weiblichen Hebammen verdienten im Schnitt 2600 € im Monat, der Mann nur 1950 €, da er nur 30 Stunden arbeite. Dies ergebe einen Gender-Pay-Gap von 62.398.050 € nach dem Berechnungsschema der EU.

„Es ist unerhört, dass es eine solche schreihende Ungerechtigkeit in einem modernen Land mitten in Europa noch gibt.“ empörte sich der Vorsitzende des Verbandes August Maria Friedrich im Interview mit AMR. Die Politik müsse hier schleunigst aktiv werden.

Der Maskulinistenverein, der sich als Sprachrohr unterdrückter Männer in Deutschland betrachtet, forderte außerdem die sofortige Aufnahme des Begriffs „Hebammerich“ in den Duden. Es sei ebenfalls fragwürdig, warum es nur solch matriarchalische Begriffe für einen Beruf gebe, der Frauen und Männern im gleichen Maße offenstehen sollte.

Dagegen äußerte sich die Feministische Plattform der Partei „Die Grünen“: Eine Aufnahme des Wortes „Hebammerich“ im Sinne der Gleichberechtigung sei durchaus zu begrüßen, allerdings nur, wenn gleichzeitig die weibliche Form „Hebammerichinnen“ aufgenommen werde, damit daraus nicht weitere Diskriminierungen entstehen, wenn nicht gleichzeitig mit der Einführung eines neuen männlichen Wortes eine passende weibliche Form aufgenommen wird.

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